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JuMP-Day 2019 - Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz – wie Mensch und Maschine wachsen

Gerade dann, wenn es um das Thema künstliche Intelligenz (KI) geht, verstehen viele die Welt nicht mehr. Damit war jetzt Schluss und die JuMPs haben aufgeräumt! Jeder Club der mitgemacht hat, hat sich dem Thema KI gestellt.

In einer bundesweit gestreamten Keynote zum Veranstaltungsbeginn widmete sich Thorben Fasching, Vizepräsident Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. / Geschäftsführer Open Reply, dem Buzzword „Künstliche Intelligenz“. Hier beantwortete er unter anderem Fragen, was wirklich hinter den beiden mysteriösen Buchstaben steckt, wie wir von der intelligenten Technologie profitieren können und was die nächsten Schritte sein könnten, damit wir den Anschluss an die digitale Transformation nicht verpassen.

Praxisnah ging es im Anschluss beim JuMP Day in Kiel weiter: Prof. Dr. Stephan Schneider, Professor für ABWL und Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Kiel mit dem Forschungsschwerpunkt „Künstliche Intelligenz“, brachte konkrete Themen aus der Wissenschaft mit. Und Nils Passau, Geschäftsführer von meteolytix, berichtete, wie das Unternehmen künstliche Intelligenz schon heute für Projekte nutzt.

Stephan Schneider begann seinen Vortrag mit einer Definition von KI: „Künstlich bedeutet von Menschenhand geschaffen. Das lässt sich leicht definieren. Mit Intelligenz wird es da schon schwerer. Am passendsten finde ich die vielfältige Art und Weise des Denkens.“ Und da sind die Maschinen noch nicht so weit, wie uns manche Techniknews glauben lassen wollen. Nach Aussagen von Schneider ist heute ein vierjähriges Kind jeder KI überlegen. Das liege daran, dass Maschinen bisher keine Emotionen benutzen können. Diese seien aber einer der größten Treiber unseres Handelns. Nichtsdestotrotz und obwohl es KI schon seit etlichen Jahren gibt, erlebt das Thema jetzt einen großen Hype. Der Auslöser dafür ist die Entwicklung der Hard- und Software. „Jetzt kann man riesige Datenmengen sammeln und auswerten“, so Schneider. „Diese Daten werden dann auch im Marketing genutzt. Das stärkste Anwendungsfeld ist zurzeit die Zielgruppensegmentierung in homogenen Gruppen. Hier ist die KI Menschen überlegen beziehungsweise hier können wir die KI sehr gut für uns arbeiten lassen.“

Auch Nils Passau ist begeistert von Daten. Angetrieben von seiner Neugierde hat er ein Unternehmen mit aufgebaut, das Künstliche Intelligenz, genauer Machine Learning und Deep Learning, nutzt, um zum Beispiel Prozesse in Bäckereien zu optimieren. „Im Moment ist dabei die Nachhaltigkeit einer der großen Treiber. Wieviel CO2 kann eine Bäckerei sparen, wenn sie weniger produzieren, weniger Lieferungen haben und weniger Backwaren wegwerfen müssen?!“, erklärt Passau. Dabei hat das Wetter nur 5 bis 10 Prozent Einfluss. Allerdings macht genau dieser Einfluss den Algorithmus besser als einen menschlichen Besteller. „Wir müssen unser Programm ständig anpassen. In Dauerschleife bauen wir Modelle, generieren Prognosen, analysieren die Abweichungen und beginnen wieder von vorn“, hebt Passau hervor.

Auch für die Zukunft kann Passau sich viele Einsatzmöglichkeiten für KI vorstellen. „Analytische dynamische Preisgestaltung, Verspätungsprognosen für den ÖPNV, Betrugserkennung auf Basis von Kassendaten, personalisierte Werbung, Energiemanagement und vieles mehr. Alles, was genug Daten abwirft, kann eine KI füttern“, so Passau.

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