Von ChatGPT bis Hochrisiko-KI
28.10.2026 | 17:45 – 20:00

Bild mit KI erstellt.
Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern hat den Alltag erreicht. Ob ChatGPT, Copilot, Gemini oder spezialisierte KI-Anwendungen – in nahezu jedem Unternehmen werden bereits KI-Systeme genutzt. Häufig geschieht dies jedoch dezentral, ohne klare Verantwortlichkeiten und ohne strukturierte Governance.
Mit dem AI-Act schafft die Europäische Union einen Rechtsrahmen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz im unternehmerischen Kontext. Viele Geschäftsführer, Führungskräfte, IT- und Compliance Verantwortliche fragen sich: Welche Anforderungen gelten für uns? Wo besteht tatsächlich Handlungsbedarf? Und wie lassen sich Compliance-Anforderungen pragmatisch in bestehende Strukturen und Prozesse integrieren?
Risiken erkennen, Governance aufbauen, Compliance umsetzen
Im ersten Vortrag erhalten wir von Nicole Jackmann einen praxisnahen Überblick über die wesentlichen Anforderungen des AI-Act und bekommen aufgezeigt, wie Unternehmen den Einsatz von KI systematisch steuern können. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht juristische Detailfragen, sondern konkrete Handlungsvorschläge für den Aufbau einer angemessenen KI-Governance.
Behandelt werden insbesondere:
- die grundlegende Systematik des AI-Act und die verschiedenen Risikoklassen von KI-Systemen
- typische Anwendungsfälle und Risikobereiche in der Unternehmenspraxis
- konkrete Transparenz-, Organisations- und Dokumentationspflichten
- der Aufbau einer wirksamen KI-Governance
- die Einführung von Freigabe-, Kontroll- und Dokumentationsprozessen
- Anforderungen an Schulung, Human Oversight und Verantwortlichkeiten
- praxisnahe Hilfsmittel und Werkzeuge für die eigenständige Umsetzung erster Compliance-Maßnahmen
Zwischen Innovation und Datenschutz: Wie Unternehmen KI sicher und verantwortungsvoll nutzen können
Im nächsten Vortrag knüpft Nikolai Raitschew an die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen des AI-Act an und zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie sich Datenschutz und KI-Nutzung wirksam miteinander verbinden lassen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sensible oder personenbezogene Informationen geschützt werden können, ohne auf die Potenziale moderner KI-Anwendungen verzichten zu müssen.
Er erläutert, welche Rolle Anonymisierung, Pseudonymisierung und sichere KI-Workflows spielen, wie Risiken bei der Nutzung von KI-Tools reduziert werden können und wie Unternehmen Mitarbeitenden einen praxistauglichen, verantwortungsvollen Zugang zu KI ermöglichen.
Agenda
- 17:45 Uhr / Come Together
- 18:00 Uhr / Vortrag mit Nicole Jackmann
- 19:00 Uhr / Vortrag mit Nikolai Raitschew
- ab ca. 19:30 Uhr / Netzwerken bei einem kleinen Imbiss
Vorher findet von 16:00-17:30 Uhr unsere Mitgliederversammlung statt, zu der wir euch alle herzlich einladen.
Die Referentin
Nicole Jackmann, LL.M., LL.M. ist Rechtsanwältin und Syndikusrechtsanwältin der Dataport AöR. Dort begleitet sie unter anderem den Aufbau von Governance-Strukturen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit den rechtlichen Anforderungen des AI-Act und der Frage, wie diese pragmatisch umgesetzt und in bestehende Strukturen und Prozesse eingebettet werden können.

Der Referent
Nikolai Raitschewist Gründer von anymize. Mit seinem Unternehmen entwickelt er Lösungen für den datenschutzkonformen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Organisationen.
Anmeldung
Für Marketing Club Mitglieder und deren Gäste.